07. Feb 2014
Rüdiger Hoffmann: Aprikosenmarmelade
Seit 1987 begrüßt er das Publikum immer wieder mit dem gleichen Spruch. Rüdiger Hoffmann gibt sogar selbst zu, dass er zwar schlecht, aber einfach zum Markenzeichen geworden ist. Der sympathische Westfale mit seiner etwas langsamen Art begeistert auch mit seinem zehnten Programm das Publikum. Mit einigen Klavierstücken und Alltagsgeschichten liefert er neuen, aber typischen Rüdiger-Hoffmann-Stoff. Alle Geschichten haben einen wahren Kern, wenn auch das Drum-Herum manchmal erfunden ist. Aus den Fingern saugt sich Rüdiger allerdings nichts: "Ich gehe einfach durch den Markt und höre etwas und schon hab ich eine neue Idee für mein Programm", so Hoffmann.
Sein Geheimrezept ist die Ruhe, sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Mehr als drei Tage hintereinander auftreten, das ist nichts für den gemächlichen Westfalen. "Meine Arbeit soll mir auch Spaß machen und ich will nicht nach einer Woche sagen, eigentlich hab ich heute gar keine Lust, die Leute zum Lachen zu bringen. Da mach ich doch lieber Pausen und trete dafür immer gut gelaunt auf." Pausen macht er auch auf der Bühne zwischen seinen Pointen, da könne man die Gedankengänge und Bilder in den Köpfen der Zuschauer so gut beobachten. Zwischen den langen Pausen haut er dann wieder mit Gemeinheiten um sich, dass es gerade so kracht. Da kommt der deutsche Spießer in ihm zum Vorschein.
Angefangen hat seine Karriere 1985 mit seinem ersten Live-Auftritt auf einer kleinen Bühne. Spätestens seit der Show "RTL Samstag Nacht" kennt ihn ganz Deutschland. Nicht zuletzt als er im Vorprogramm der Voodoo-Lounge-Tour der Rolling Stones 1995 vor 80.000 Zuschauern auftrat. Heute ist er Dauergast bei allen namhaften Comedy-Shows im deutschen Fernsehen. Darunter "Genial daneben", "Quatsch Comedy Club", "TV total" oder "Willkommen bei Mario Barth", um nur einige zu nennen. Zudem räumte er einen Echo für die meist verkaufte Sprach-CD ab. Vor jedem Auftritt meditiert Rüdiger Hoffmann, um sich einzugrooven. Von seiner Gelassenheit könnte sich der ein oder andere eine Scheibe abschneiden.
Ort:
Theater Ingolstadt - Festsaal
Schloßlände 1
85049